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05.08.2011

Foto: Über Zukunftsperspektiven bäuerlicher Landwirtschaft diskutierten Heinrich Meyer zu Allendorf (vorne) und Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf

Arbeit auf Höfen besser bezahlen

Grüne sprachen mit Landwirten

Hilter – Für bessere Bezahlung der Arbeit auf den Höfen haben sich Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf und Heinrich Meyer zu Allendorf ausgesprochen. Nur so könne jungen Menschen Anreiz geboten werden, die häufig jahrhundertealten bäuerlichen Betriebe weiterzuführen, betonten beide auf Einladung der Grünen.

„Nach dramatischen Veränderungen in den letzten 20 Jahren sind in Hilter nur noch vier Vollerwerbsbetriebe im Rindvieh-Bereich übrig geblieben“, berichtete Landvolk-Vorsitzender Heinrich Meyer zu Allendorf. Bei durchschnittlich 25 ha eigener Fläche pro Hof würden derzeit ca. 2.200 Sauen in der Gemeinde gehalten, davon allein 700 auf einem Hof. Weiterhin gebe es sieben Mastbetriebe mit durchschnittlich 800 Tieren. Häufig gehe die Ehefrau noch einem Nebenjob nach, weil das Einkommen ansonsten für die Familie nicht reiche.

Graefe zu Baringdorf warnte vor einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft. „Riesen-Mastställe nehmen den bäuerlichen Betrieben die Luft“, so der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Biobauer aus Spenge. Allerdings habe die Energiewende gezeigt, dass die Macht der Verbraucher nicht zu unterschätzen sei. Auch in der Agrar-Industrie könne es schnell dazu kommen, dass mit Groß-Ställen kein Geld mehr zu verdienen sei.

Der ehemalige Vorsitzende des Agrar-Ausschusses im EU-Parlament wies auf die Bestrebungen des zuständigen neuen Kommissars Ciolos hin, die Agrar-Subventionen stärker an umweltfreundliche Landwirtschaft zu binden. Auch der jüngste Weltagrarbericht habe gezeigt, dass nur die bäuerliche Landwirtschaft in der Lage sei, die Welt zu ernähren. Der Ausbau der Bio-Bereiche ín den großen Märkten habe gezeigt, was die kritische Nachfrage von Verbrauchern bewirken könne.



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