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Mehr Durchgangsverkehr durch Ortskern?

Grüne lehnen Verlegung der B 51 durch Hilter ab

Hilter - Eine Heraufstufung der Landesstraße zwischen Bad Iburg und Hilter zur Bundestraße und die damit verbundene Erhöhung des Durchgangsverkehrs durch den Ortskern von Hilter findet bei den Grünen keine Zustimmung. "Nach der Verlagerung des Fernverkehrs auf die A 33 hat sich im Ort eine verbesserte Wohn- und Lebensqualität entwickelt, die nicht aufs Spiel gesetzt werden darf.", erklärte Ratsherr Rainer Kavermann. Zu kritisieren seien Versuche, hinter den Kulissen und ohne öffentliche Beteiligung eine Verschwenkung der Bundesstraße südlich Bad Iburg Richtung Hilter einzufädeln. Die Beantwortung der Petition einer Hilteraner Bürgerin hatte hervorgebracht, dass es im Verkehrsministerium in Hannover bereits eine Vormerkung dieser Planungen für den künftigen Bundesverkehrswegeplan gibt.
Der Bad Iburger Fraktionsvorsitzende Roland Mohrmann berichtete, dass diese Planungen von Bürgermeister Jurak seit einigen Jahren verfolgt würden. Jurak sei deswegen bereits in Hannover gewesen und werde dabei wohl vom Verkehrsdezernenten des Landkreises, Wilkens, unterstützt. Am 30. März habe ein Gespräch der Bürgermeister von Bad Iburg, Hilter und Georgsmarienhütte unter Beteiligung von Wilkens stattgefunden. Verabredet worden sei der Entwurf eines befürwortenden Schreibens durch den Landkreis, das nach Zustimmung der drei Bürgermeister verschickt werden solle.
Ziel sei, die B 51 zwischen Bad Iburg und Georgsmarienhütte herabzustufen und sie stattdessen südlich von Bad Iburg östlich Richtung Hilter zu verschwenken. "Es ist ein Skandal, dass hier Bürgermeister Unterschriften für etwas geben sollen, worüber die Öffentlichkeit bisher in keiner Weise informiert worden ist", kritisierte Grünen-Geschäftsführer Johannes Bartelt. Seine Bitte, ihm ein entsprechendes Schreiben des Landkreises aus dem vergangenen Jahr an das Verkehrsministerium in Hannover zur Kenntnis zu erhalten, sei ihm durch Dezernent Wilkens abgelehnt worden.
Trotzdem wollen die Grünen Licht an die Bestrebungen bringen. Um Auskunft über die bisherigen Vorgänge gebeten hat bereits Kreistagsmitglied Annette Niermann die Kreisverwaltung. Zudem wurde von Bartelt Einsicht in die Akten im Ministerium in Hannover beantragt sowie die Landtagsfraktion der Grünen eingeschaltet. Einigkeit besteht bei den Grünen darin, dass es eine großräumige Umfahrung des Lotter Kreuzes zu Lasten von Ostenfelde, Glanne, Sentrum, Remsede und Hilter nicht geben darf. In diesem Zusammenhang müsse die in Planung befindliche Umgehung von Lienen berücksichtigt werden, deren erster Abschnitt im nächsten Jahr fertig gestellt werden solle.



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