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16.12.2012

Landwirtschafts- und Naturflächen schützen

Bilanz der Grünen-Ratsmitglieder nach erstem Jahr

Hilter – Das in Bad Laer gestartete Programm „Jung kauf alt“ wurde beim Erfahrungsaustausch der Grünen-Ratsmitglieder als interessant für alle Kommunen eingestuft. „Damit wollen wir alte Bausubstanz saniert erhalten statt immer weiter wertvolle Landwirtschafts- und Naturflächen zu bebauen“, erläuterte Ratsfrau Anne Krimphoff. Zudem würden älteren Menschen neue Wohnformen angeboten und ein Anreiz für junge Familien geschaffen.

Auch bei Gewerbegebieten wollen die Grünen eine sparsamere Flächenpolitik. „Noch ist Ebbendorf nicht abgezahlt, da werden schon neue Flächen in Hilter zur Bebauung gefordert“, kritisierte Rainer Kavermann. Der stellvertretende Vorsitzende der Kreistagsfraktion sprach sich dafür aus, die Bedeutung von Landwirtschaft, Wald, Tourismus und Energie stärker in den Vordergrund zu rücken.

In Bad Rothenfelde wollen die Grünen die Anwohner-Initiative weiter unterstützen, den Bebauungsplan Lindenallee zu stoppen. „Mit 850.000 Euro nachträglich für Kurtaxe und mehreren Millionen für das neue Bad kommen schon erhebliche Belastungen auf die Gemeinde zu“, stellte Ratsmitglied Roswitha Eggert fest. Statt sich auf riskante Bauprojekte einzulassen, komme es darauf an, vorhandene Grünflächen zu erhalten.

Begrüßt von den Grünen wird die Zusammenarbeit bei den Standesämtern zwischen Bad Rothenfelde und Dissen, an die sich noch weitere Kommunen anschließen könnten. Robert Lorenz empfahl die Ausweitung auch auf andere Verwaltungsaufgaben. „Im Zuge des demographischen Wandels können sich mehrere Kommunen die Leitung des Bauamtes teilen“ so der Georgsmarienhütter Ratsherr.

Dass Gemeinden wie Bad Iburg, Glandorf und Bissendorf von Anträgen für große Tierhaltungen betroffen seien, werde auch im kommenden Jahr das Engagement der Grünen in diesem Bereich erfordern, erklärte der neue Sprecher des Kreisvorstandes, Ralph Griesinger. Co-Sprecherin Felicitas Exner erklärte, dass es bei der Schulentwicklung auf eine enge Abstimmung mit den Eltern ankomme.

Unterstützen wollen die Grünen im zweiten Jahr ihrer Amtszeit die Ausweisung neuer Flächen für Windkraftanlagen im Rahmen der Neufassung der Raumordnungsplanung des Landkreises. Hierbei sei wie im Kreistag die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit gewünscht, um möglichst bald vollständig von Atom und Kohle auf die Erneuerbaren umzusteigen.

 



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