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25.01.2014

Über aktuelle Themen in der Gemeinde informierte Marc Schewski (Mitte) Mitglieder von Grünen und UWG

Schulden, Gewerbegebiete, Verkehr und Schulen Grüne sprachen mit Bürgermeister Schewski

Hilter – Über aktuelle Themen der Gemeinde sprachen die Mitglieder der Grünen und UWG mit Bürgermeister Marc Schewski. Im Mittelpunkt standen Schulden, Gewerbegebiete, Verkehr, Schule und Umweltfragen.

Vor allem dank des niedrigen Zinssatzes sei der erwartete Aufwand der Gemeinde für Zinsen im laufenden Jahr um ca. 60.000 Euro auf 436.000 Euro gesunken, erläuterte Schewski. Nachdem die mit 5,2 Mio Euro angesetzte Gewerbesteuer im letzten Jahr um ca. 2 Mio Euro geringer ausgefallen sei, sollen für 2014 nur gut 3 Mio Euro eingeplant werden. Fehler wie den Bau eines Schwimmbades könne sich Hilter nicht leisten. Ziel sei es, die Pro-Kopf-Verschuldung von derzeit ca. 1.000 Euro kontinuierlich zu reduzieren.

Bei der Ausweisung weiterer Gewerbeflächen solle zukünftig das Risiko für die Gemeinde verringert werden, kündigte Schewski an. Gewerbeflächen müssten maßvoll geplant und bedarfsorientiert vorgehalten werden. Nicht darstellbare Risiken sowohl in finanzieller als auch verkehrstechnischer
Hinsicht dürften jedoch nicht eingegangen werden, betonte der Fraktionsvorsitzende de Grünen, Rainer Kavermann.

Hinsichtlich der von Iburg Richtung Hilter geplanten Umgehungsstraße stehe er voll hinter der Ablehnung, die der Gemeinderat durch einen Beschluss bekräftigt habe. Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass die Münsterstraße schon jetzt mit ca. 15.000 Fahrzeugen täglich belastet. Eine Verschärfung drohe durch das geplante Gewerbegebiet in Sentrup. Seitens der Gemeinde Hilter werde bei der diesjährigen Neubewertung des Landes dafür eingetreten, einen Straßenbau weder südlich noch nördlich von Natrup für den Bundesverkehrswegeplan anzumelden.

Die demographische Entwicklung bedroht nach Ansicht von Schewski keine der 3 Grundschulen der Gemeinde. Die Hauptschule werde bis zum Abschluss der letzten Klasse zu Ende geführt. Mehr Aufklärung bei den Eltern bedürfe es noch bei der Oberschule, die quasi eine Gesamtschule ohne Abitur sei. Eine Gesamtschule in einer Nachbargemeinde könne allerdings Abwanderung verursachen.

Mehr Klarheit auch von den Grünen auf Landesebene erhofft sich der Bürgermeister hinsichtlich Erdverkabelung bei der geplanten neuen Stromtrasse. Nachgehen will Schewski Hinweisen der Grünen auf unrechtmäßiges Umpflügen von Wegeseitenrändern. Bei der Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen infolge von Eingriffen in die Natur will er einen Flächenpool prüfen.

Auch Hilter nehme Flüchtlinge aus Syrien auf, berichtete Schewski. Für Betreuung und Integration sei allerdings nicht die Gemeinde zuständig. Ortsvorsteher wie in Bissendorf benötige Hilter nicht, da alle Orte gut im Rat vertreten seien. Mit einer erste Einwohnerversammlung solle eine verbesserte Bürgerbeteiligung gestartet werden. In Kooperation mit der Fachhochschule, Bereich Landespflege, solle ein eigenes Profil für die Gemeinde entwickelt werden.



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