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01.02.2008

Grüne zu Krematorium: Umwelt- und ethische Problematik berücksichtigen

Hilter - Umweltbelastungen und  die ethische Problematik sind für die Grünen Anlaß, der Errichtung eines Krematoriums in Ebbendorf kritisch gegenüberzustehen. Ein würdevoller Umgang mit den Verstorbenen müsse gewährleistet sein, betonte Grünen-Sprecher Bert Niermann. Wichtig sei, dass vor einer Entscheidung die Bevölkerung umfassend informiert werde und es dann zu einer engagierten, aber sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema komme.

Ähnliche Probleme wie die Bürgerinitiative, die Unterschriften gegen den Bau eines Krematoriums in Hilter-Ebbendorf sammelt, sehen auch die Grünen. Zu berücksichtigen seien die Bedenken benachbarter Gewerbetreibender. In keinem Fall dürfe die weitere Vermarktung  von Gewerbeflächen behindert werden. Da die Krematorien in der näheren Umgebung noch über Jahre hinaus freie Kapazitäten haben, gibt es nach Ansicht der Grünen keinen weiteren Bedarf in dieser Region. Auch sei zu fragen, ob durch die Ansiedlung eines Krematoriums der "Leichentourismus" gefördert werde und die Verstorbenen nur noch als Wirtschaftsgut betrachtet würden.

 „Vielleicht sollten Krematorien grundsätzlich in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft geführt werden“, erklärte Niermann. Vielleicht müsse für die Zukunft aber auch nach anderen Bestattungsmethoden gesucht werden. So werde in Schweden eine Möglichkeit des Gefriertrocknens als besonders umweltfreundliche Form diskutiert.



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