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01.06.2008

Keinerlei Akzeptanz für Südwestumgehung Grünen-Antrag: Kein Geld für weitere Planung

Hilter – Keinerlei Akzeptanz findet eine Südwestumgehung für Hilter bei den Grünen. „Genauso wenig wie eine Nordwestumgehung ist ein Straßenbau für den Durchgangsverkehr im Süden von Hilter den Anwohnern zumutbar und mit den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes vereinbar“, erklärte der Sprecher des Ortsverbandes, Bert Niermann.

Grundlage der Diskussion sind Vorschläge der Ingenieurplanung aus Wallenhorst, die bereits am 1. Februar unter dem Titel „Verkehrskonzept südlicher Landkreis“ den beteiligten Kommunen vorgelegt wurden. „Wir fragen uns, warum die Bürger bisher nichts über diese Vorschläge erfahren haben“, erklärte Niermann. Das verwundere auch deshalb, weil der Bad Iburger Bürgermeister, der als Hauptantreiber für eine Verkehrsverlagerung wahrgenommen werde, im Rahmen seiner Kandidatur eine verstärkte Bürgerbeteilung versprochen habe.

Gegenstand der Untersuchung sind nach Angaben der Grünen zwei alternative Vorschläge für eine Verbindung von der A 1 in Lengerich zur A 33 im Südkreis. Dabei werde jeweils eine Verlegung der L 98 in Bad Iburg – Glane als B 51 vorgesehen sowie die Weiterführung in Hilter alternativ als Nordwestumgehung oder Südwestumgehung im Zuge der L 97. Vorgeschlagen werde von der Ingenieurplanung, eine vertiefende Untersuchung in Auftrag zu geben.

Darin sehen die Grünen keinen Sinn. Lediglich die auch vorgeschlagenen Geschwindigkeit dämpfenden Maßnahmen in den Ortsdurchfahrten seien weiter zu verfolgen. Ansonsten müsse alle Kraft auf den Ausbau der Bahninfrastruktur konzentriert werden, um Güterverkehr von der Straße verlagern zu können. Auch im Personennahverkehr müsse das Angebot verbessert werden wie 30-Minuten-Takt für den Haller Willem.

Grünen-Ratsherr Rainer Kavermann kündigte deshalb für die Ratssitzung am 26. Juni einen Antrag an, die Verwaltung über den Sachstand berichten zu lassen. Des weiteren solle per Beschluss die klare Anlehnung des Baus einer Durchgangsstraße im Süden Hilters beschlossen werden. Der Verwaltung solle zudem untersagt werden, weitere Gelder für diese den Interessen der Bürger der Gemeinde Hilter schadende Planung auszugeben.



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