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01.04.2008

Energie: Wassersäcke und Warmwassergewinnung

Grüne erkundeten Spartechniken im Haus Seebode

Hilter – Wärmeenergie gewinnt die Familie Seebode in ihrem Haus in Hankenberge dadurch, daß der Rauch nicht gleich durch den Schornstein entweicht, sondern vorher über mit Wasser gefüllte Rohre geleitet wird, so genannte Wassersäcke, und diese dadurch erhitzt. Aus Anlaß ihrer bundesweiten Klimaschutztage konnten die Grünen sich von der Funktionsweise der einfachen, aber bisher wenig genutzten Technik überzeugen.

Auch sonst bastelt Ewald Seebode an Möglichkeiten zur Verringerung des Energieverbrauchs und Erzeugung aus erneuerbaren Quellen. So wurden vor Einzug die Wände mit Lehmbau, teilweise versetzt mit selbst angebautem miscantus, besser isoliert. Die Heizung basiert auf Verbrennung von Holz-Pellets – bereits drei Jahre störungsfrei. Die Wärme kann in allen Zimmern aus einem 800-Liter-Speicher abgerufen werden. Auch die von den "Wassersäcken" erzeugte Wärme wird so gespeichert und steht auf Abruf bereit. Für Wärme sorgt natürlich zunächst die Kaminfeuerung selbst. Der weitere Wärmebedarf aus den vier "Wassersäcken" wird über einen Elektromotor, der so genannten "Moritzklappe" gesteuert.

Neuerdings konnte Seebode die elektrische Energie bei der für die Bereitstellung von Warmwasser eingesetzten Umwälzpumpe von 80 auf 25 Watt reduzieren. Nur deshalb komme heißes Wasser sofort aufs dem Kran, weil viel Energie für die Zirkulierung des Heißwassers rund um die Uhr aufgewendet werde, berichtete der Tüftler. Mit einem einfachen Schalter lasse sich das Warmwasser in einer Minuten bestellen und dadurch den Energieverbrauch für die Bereitstellung des Warmwassers mehr als halbieren.

Nach Ansicht der Grünen können solche Spartechniken dazu beitragen, das Ziel einer Unabhängigkeit von Öl, Atom und Kohle und vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien schneller zu erreichen. Nach der jüngsten Zusammenstellung der Grünen gab es zum letzten Jahresende in Hilter ...Die Gemeinde lag bei 22 Kommunen damit auf Platz .. im Osnabrücker Land. Gemessen am bundesdurchschnittlichen Verbrauch werden damit in Hilter ..% des Gesamtstromverbrauchs durch erneuerbare Quellen erzeugt.

Wie bei der Holzhackschnitzel-Heizung für die Turnhalle in Wellendorf könne die Gemeinde weitere Schritte in Richtung ökologische Energienutzung gehen, die Vorbild für die Bürger sein könne, betonte Seebode. Denkbar sei die Photovoltaik-Nutzung für Gebäude wie Rathaus, Schulen, Turnhallen, Kindergärten, Feuerwehr und Bauhof. Seine Erkenntnisse und Techniken will er Interessierten gerne weitergeben



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